TALON 3

Baubeginn: 22.05.2002

Nach einem Bau von Daniel Flury entschloß ich mich sein Modell wegen der schnittigen Form, welche mir überaus gut gefiel, zu klonen und ein Eigenbau zu machen.

Die weit nach hinten ausladende Motorhalterung erforderte durch die ogive Verjüngung eine neue Methode der Herstellung.

Die Fins bestehen aus Pappelsperholz, beschichtet mit jeweils einer Lage Glasflies und Polyesterharz.

Dieses Mal habe ich das Körperrohr voll aus GFK gefertigt. Eine wunderbare Sache! Leicht und superfest! Ich werde in Zukunft nur noch nach dieser Herstellungsweise die Körperrohre anfertigen. Die Spitze ist nach bewährter Methode aus Buchenholz gedrechselt.

Hier nochmal alle fertigen Teile auf einem Blick

Rechts der Spezialkolben, welcher einerseits die heißen Ausstoßgase seitlich vorbei läßt,  und zum anderen ist in der Mitte noch Platz für eine eventuelle Ausstoßelektronik.

links, die weit nach hinten ausladende und verjüngende Motorhalterung, welche auch auswechselbar ist. Am Ende das festgeschraubte Stahlvorfach, welches den Kolben nur ca. 2 cm austreten läßt.

Die Leitstabführung. Das obere Röhrchen ist genau im Druckpunkt montiert. Durchmesser für 4mm Leitstäbe maximal.

Zu guter Letzt nochmal ein Foto bevor das Schmuckstück für einen ersten Flug startfertig gemacht wird.
Mit einem F-40 AT würde sie bei einer max. Beschleunigung von 5,9g 270m hoch fliegen.
Mit einem G-33 AT kommt sie schon bei einem zwar riskantem langsamen Start (3,2g max. Beschleunigung) 330m hoch
Mit einem G-64 AT würde sie echt am Himmel kratzen und zwar bei stattlichen 500m. Die max. Beschleunigung wäre da 8,6g, also ein wirklicher Blitzstart.

In der Zwischenzeit ist die Talon 3, welche nunmehr Talon 2 heißt, schon mehrmals geflogen, wie z.B. auf dem II. SMRT oder in Westpolen.

Und dann habe ich mich doch für den F-40 entschieden. Die sichere Sache! Wunderbar anzusehender Flug mit anschließender Punktlandung auf der Motorhaube meines neuen Opel Astras! Nun findet meine Frau mein Hobby gar nicht mehr so toll :-(
Ich werde garantiert beim nächsten Start mein Auto gaaaanz weit weg parken!
Im übrigen, die Talon 3 hat keinen Kratzer abbekommen! Die Motorhaube schon!

Leider ist auf dem SMRT II das Stahlvorfach gebrochen und die Spitze samt Kolben ist wahrscheinlich bis Tschechien gesegelt, der Rumpf ist wie ein Flugzeug ganz flach im Weizenfeld gelandet. Ohne wesentliche Blessuren. Da war die Reparatur einfach. Neue Spitze, neuer Kolben und nun hieß es “go east” auf einem G-33 in Westpolen.